Personalvertreter der Türkkaserne fordern 3.Kp und somit ca. 50 neue Arbeitsplätze im JgB26 Spittal/Drau!

Hohe Ausbildungskapazität sowie Miliz-Verantwortlichkeit benötigen zusätzliches Personal

Die AUF/AFH Personalvertreter der Türkkaserne (Faller, Peball, Trattnig, Grote)
Die AUF/AFH Personalvertreter der Türkkaserne (Faller, Peball, Trattnig, Grote)

Die hochwertige Ausbildung der zahlreichen Kaderanwärterkurse, Einsatzvorbereitungen für Auslandseinsätze oder die Bewirtschaftung des Miliz-Jägerbataillon Kärnten bringen das Kader der Türkkaserne an ihre Leistungsgrenzen. Grundsätzlich sind Hochgebirgssoldaten gewohnt ans Limit zu gehen, aber nicht auf Dauer, so der Vorsitzende des Dienststellenausschusses der Türkkaserne Vzlt GROTE Volker.

 

 

Deshalb fordert der Dienststellenausschuss eine zusätzliche Kompanie für die Türkkaserne in Spittal/Drau. Der Bedarf an einem neuem Kompaniegebäude zur Unterbringung der zusätzlichen Soldaten, sowie Erneuerungen bzw. Ausbau der Infrastruktur der Türkkaserne (Sanierung der Gebäude, Garagen bzw. Flugdächer) wäre grundsätzlich ein weit geringerer Kostenfaktor als eine Neuaufstellung eines Jägerbataillon 7 in Kärnten. Da Gebäudesanierungen in der Türkkaserne ohnedies notwendig sind!

 

Für ein zusätzliches Kompaniegebäude in Spittal/Drau wäre nicht nur bautechnisch gesehen Platz, sondern würde den wirtschaftlich schwachen Oberkärntner Raum zusätzlich stärken. Auch die Aufstellung mit jungen Kadersoldaten aus unserer Region wäre rasch zu bewältigen.

 

Die Basis dafür ist bereits mit einer Kaderpräsenzeinheit mit drei Jägerzügen bis 2020 gestellt. Demnächst steigen wieder 18 Unteroffiziersanwärter in die UO-Ausbildung ein. Damit würde sich auch eine bessere Verteilung des Kaders im Bezug auf die Altersstruktur bei den Arbeitsplätzen ergeben. Die "jüngeren" Kadersoldaten hätten wieder eine Zukunftsperspektive und der "ältere" Kader könnte endlich höherwertiger versorgt werden.

 

Ein wesentlicher Faktor wäre auch die Erhöhung der Gebirgskompetenz als Verband und die Kräftegestellung für Inlands- und Katastropheneinsätze. Zur Zeit muss oft auf Kräfte der Kaderpräsentzeinheiten zurückgegriffen werden um die notwendigen Stärken und Mittel aufzubringen. Die KPE-Einheit ist aber grundsätzlich für einsatzrelevante Aufgaben, Übungen im Ausland und Auslandseinsätze vorgesehen.

 

Mit einer zusätzlichen Kompanie und einer damit verbundenen höheren Kontingentierung an Grundwehrdienern würde unser Verband auch in der Übungsfähigkeit wesentlich profitieren.

 

Im Moment hängt alles an einer Jägerkompanie! Das Kaderpersonal wird überbelastet, in der Fort- und Weiterbildung sowie beim Qualifikationserhalt massiv eingeschränkt, damit die laufende Ausbildung der Grundwehrdiener unter den zahlreichen Zusatzaufgaben nicht leidet.

 

Erst zu Beginn des Jahres kehrte eine Kompanie aus der Türkkaserne von ihrem 7-monatigem Auslandseinsatz von Bosnien zurück und befindet sich bereits in Vorbereitung für den im Herbst stattfindenden nächsten Kosovoeinsatz.

 

Parallel dazu stellte das JgB26 heuer bereits drei Monate das Kompaniekommando für den laufenden Assistenzeinsatz für Schutz- und hilfsbedürftige Fremde in Klagenfurt. Dabei waren sie gemeinsam mit zahlreichen Kadersoldaten, Grundwehrdienern und Milizsoldaten an allen wichtigen Grenzübergängen entlang unserer Staatsgrenze zu Slowenien Tag und Nacht im Einsatz!

 

Unsere Vertreter im Zentralausschuss BMLVS, Vzlt Grote Volker und der Fraktionsvorsitzende der AUF/AFH Vzlt Reindl Manfred sehen nach ersten Gesprächen und Stellungnahmen der Anregung zur Implementierung einer zusätzlichen 3.Jägerkompanie in Spittal/Drau äußerst positiv entgegen.